Schmach und Würde liegen so nah beieinander

Veröffentlicht am 01.05.2017 von Jennifer Krämer

1. Mannschaft

30. April 2017: SSV I – SG Alsdorf/Kirchen   0:14 (0:3)

Heute kam der Kreispokalfinalist die SG Alsdorf/Kirchen zu uns nach Almersbach. Wegen einiger Absagen standen in unserer Startelf 7 Spieler, die im Vorspiel der Zweiten schon auf dem Platz waren und 4 frische Leute.

In der 6. Minute kassierten wir das erste Gegentor. In der 10, Minute ein Elfer gegen uns – doch René Friedrich im Tor konnte halten. Ein kurzer Angriff unsererseits, dann schon wieder ein Gegenangriff, der erneut per Foul gestoppt wurde. Der folgende Elfer wurde zum 0:2 verwandelt. Dimitri Gerber und Philipp Keller waren an einer Chance für uns beteiligt. Alsdorf hatte auch noch ein paar Optionen, aber mal ging der Ball an den Pfosten, mal rollte er quer am Tor vorbei, mal ging er daneben oder einfach in die Arme unseres Torwarts. In der 29. Minute erzielten sie aber das 0:3. Kurz vor der Halbzeit noch eine Chance für uns von Philipp Keller per Kopf, nach Ecke von Dimitri Gerber – leider kein Tor.

In der Pause passierte etwas, was ich noch nie erlebt habe. Die 4 frischen Spieler verließen das Spielfeld und kamen nicht mehr wieder zurück. Sie ließen den Rest im Stich. Doch für die 9 Spieler, die schon das Spiel der zweiten Mannschaft bestritten hatten, war aufgeben keine Option. Kurzerhand ging Mehmet Özcan ins Tor und René Friedrich wechselte ins Feld, alle die vorher eigentlich ausgewechselt werden wollten, weil sie nicht mehr konnten, holten noch mal alles aus sich raus und spielten die zweiten 45 Minuten zu Ende – gegen 11 Alsdorfer. Auch wenn wir in der Zeit ab Minute 47 bis Minute 87 noch 11 Tore kassierten, so konnte man auf dem Platz ein Team sehen, dass für den Verein und seine Mannschaft alles gab was noch da war. Mehmet Özcan wurde gefeiert, weil er sogar noch einige Torschüsse sehr gut abwehren konnte. Obwohl ein Tor nach dem anderen fiel, konnte man irgendwie sehen, dass der Spaß am Fußball auf dem Platz vorhanden war – auch wenn manche gegen Ende einfach auch den Akku leer hatte, was verständlich ist. Doch der durfte dann mit einem gemeinsamen Bierchen an der Hütte wieder aufgefüllt werden.

Fazit: Ich hab eigentlich für das was ich heute in der Halbzeit erlebt hab keine Worte! Dafür umso mehr für die 9 Jungs die sich den Allerwertesten aufgerissen haben (und den Zehnten, der aber schon in Halbzeit 1 ausgewechselt wurde): Respekt – was ihr heute geleistet habt, ist einfach unbeschreiblich!

Es spielten: René Friedrich, Konstantin Stepcenko, Mehmet Özcan, Dimitri Gleich, Dimitri Gerber, Juri Fehler (25. Islam El-Ghawi), Khaled Djelloul, Philipp Keller, Hassan Faqirpour, Mohammed Mestiri, Isa Özcan, Steffen Staats, Osman Manovi. (jk)